Der Vormittag ist dem Wäsche Waschen gewidmet. Mit Hilfe des Gasherds erhitze ich etwas Wasser, so dass ich dann die gestern in kaltem Waschwasser eingelegte Wäsche nochmals mit warmem Wasser waschen kann.Wir haben zum Glück einen ganz praktischen Wäscheständer, so dass ich die ganze Arbeit gut auf dem Balkon erledigen kann.
Nun geht’s in die Stadt, genauer nach Akwa, um dort bei YooMee das Modem kaufen zu gehen. Doch noch bevor ich aus dem Haus gehe, kommt ein SMS von Hanna, dass ich mich doch bitte vorher noch bei Creolink informieren soll. Gemäss Stefi, welche auch mit ihnen unterwegs ist, sei das noch billiger und schneller als YooMee. In Akwa angekommen, will ich zuerst bei YooMee wissen, ob unser Wohnort überhaupt innerhalb der Reichweite ihres Netzes ist. Dem ist so. Also weiter nach Bonanjo, wo ein Creolink-Geschäft ist. Auch hier frage ich zuerst nach der Verfügbarkeit an unserem Wohnort. Negativ. Und Mobil Guinness, wo die anderen wohnen? Auch Negativ. Damit ist der Entscheid einfach. Also zurück zu Akwa, zuerst Geld welchseln, dann Modem kaufen. Es kostet umgerechnet etwa 160 Franken, die Lena und ich aber teilen werden.
Heimfahrt, Abladen des teuren Geräts und wider hoch zur Boutique. Hier hab ich um 16 Uhr mit La Meuf abgemacht. Gemeinsam mit ihr und einer Freundin von ihr geht es nun nach Akwa zum Mboa Come Test, welches ziemlich offensichtlich von MTN gesponsert ist. Hier trifft Akeem auf uns, ein Mitrapper von La Meuf, sehr gross uns sehr sympathisch. Wir bekommen Back-Stage-Eintritt und machen’s uns dann auf der Empore gemütlich. Auch Fidel kommt kurz vorbei, erkennt mich aber nicht, da ich die Haare geschnitten habe.
Es dauert eine Weile, bis es dann wirklich beginnt. Es sind verschiedene Beiträge, Performances, wenn man so will, die zum Besten gegeben werden. Die meisten sind Rapper, es hat aber auch Sänger und einige Tänzer darunter. Je länger es dauert, desto qualitativ besser wird es auch. La Meuf und Akeem kommen erst gegen Ende und haben einen tollen Auftritt.
Anschliessend bleiben wir nicht mehr all zu lange, obwohl noch einige Konzerte und auch Battles folgen würden. Marie war übrigens auch da, ich hab sie aber nur von oben gesehen, da sie irgendwo unten im Saal sass. Da Akeem in der Nähe von Mobil Guinness wohnt, nehmen wir zuerst ein Taxi dorthin, und dann anschliessend ein Moto bis nach Hause, dafür bis zur Boutique. Hier trinken wir noch ein Cola zusammen, dann geht jeder schlafen, obwohl eigentlich gar noch nicht so spät ist.
Nun möchte ich das Internet noch installieren. Das Modem schliesse ich an den Strom, verbinde es mit einem Ethernet-Kabel mit dem AirPort-Express und voilà, ich kann surfen. Leider klappt es nicht mit dem Einloggen bei der YooMee-Seite nicht. Irgend etwas ist am Benutzernamen oder Passwort noch falsch, welche ich per SMS von Armelle, der YooMee-Verkäuferin bekommen habe. Ich müsste mich einloggen können um ein Surfguthaben für einen Monat aufschalten zu können. Doch zu diesem Zweck haben sie uns bereits mal das Internet aufgeschaltet. Armelle meinte, dieser Dienst sollte eine halbe Stunde lang funktionieren. Doch nach einer halben Stunde hab ich immer noch Verbindung. Da es nicht abreisst, log ich mich bei Skype ein und prompt ergibt sich noch ein qualitativ sehr gutes, längeres Video-Gespräch mit Wolf. Es ist ganz schön, endlich einmal mit jemandem aus der Schweiz direkt Kommunizieren zu können. Wir tauschen uns ausführlich über Erlebtes aus, was bis nach Mitternacht dauert.