Samstag, 10. September 2011

Sonntag, 28. August 2011

Noch einmal richtig ausgeschlafen, heute. Kein Wunder, habe ich doch von den Vorbereitungstagen noch in der Schweiz ein ziemliches Schlafmanko. Das ist nun fast behoben. Es ist etwa elf Uhr, als ich geduscht aus meinem Zimmer der Lena im Wohnzimmer erscheine. Sie ist am Lesen. Ich mach mir ein paar leckre Brote mit Tartina bevor ich mich auf den Weg zum Quartierladen mache um 6 PET-Flaschen Wasser und ein Malta für Lena zu kaufen. Im Laden dann wieder ein paar Gespräche mit meinen Nachbarn, alles Männer, die auf ein paar Biers dort sitzen. Ich treffe wieder auf einen jungen Mann, einen Nachbarn, der mit seiner Familie in der Primarschule neben uns wohnt und zu dieser schaut. Ich hab ihn gestern kennen gelernt und er hat mir kurz die Schule gezeigt.
Wieder zu Hause schlage ich Lena vor, heute mal so richtig die Wohnung zu putzen. Mir ist‘s mittlerweile zu schmutzig. Es waren in den letzten Tagen noch mal hie und da die Vermieterin mit Arbeitern da um letzte Sanierungen zu machen. So bauten sie z.B. noch in alle Fenster Moskitonetze ein, so dass wir stets mit offenen Fenstern wohnen können. Auch musste noch ein Wandriss verspachtelt, die WC-Spülung ausgewechselt, und ein Wand- sowie ein Vorhanggestell montiert werden. Diese letzten Arbeiten gingen gestern zu Ende, so dass es Sinn macht, heute überall zu putzen. Ich gehe mit Besen durch alle Zimmer sowie Balkon und Treppe. Lena übernimmt die Küche. Schliesslich nehme ich noch alles nass auf, danach ist die Wohnung endlich wohnlich. Draussen auf der Treppe und beim Vorplatz schrubbe ich weiter, doch mit mässiger Geschwindigkeit: Der Schrubber ist einfach zu klein. Der Nachbar unter mir schaut mir dabei zu und heisst dann seine Frau mir einen kleinen, effizienteren Handfeger überreichen. Damit geht‘s wirklich viel zackiger.
Wieder in der sauberen Wohnung essen wir das restliche Ratatouille mit etwas Couscous und Zitronensaft angereichert. Ausserdem holt Lena noch „Maniokschlangen“, in Bananenblätter eingehülltes, gekochtes Maniok-Etwas, welches ziemlich unapetitlich säuerlich riecht, aber dann ganz nett süss-säuerlich bis fast neutral schmeckt. Ich jedenfalls find‘s ganz in Ordnung. Einzig die oft mitgekochten, harten Gemüseteile sind etwas unangenehm, da man sie meist erst beim Draufbeissen bemerkt und dann rausnehmen muss.
Nun räume ich noch endlich den Koffer richtig aus und fülle Einbauschrank, Kleiderschrank und den einen Tisch, welchen ich nun noch in mein Zimmer reingestellt habe, mit meiner Ware. Damit sieht‘s auch hier endlich richtig gemütlich aus. Jetzt ist‘s bereits sehr spät. Das AirPortExtreme-Gerät wird noch kurz in Betrieb genommen, jedenfalls soweit ich‘s konfigurieren kann. Internet gibt‘s ja noch nicht. Dann notiere ich mit meinem Mac noch die ersten beiden Tage, d.h. Donnerstag und Freitag, so dass ich dann später was für mich und meine Lieben habe. Anschliessend schlüpfe ich geduscht ins frisch angezogene Bett.